Narrenerwecken im Jubiläumsjahr

Am vergangenen 6. Januar, pünktlich um fünf am Nachmittag war es soweit: Lautstark eingeläutet durch die Woghaislä Fuddigl begann das diesjährige Abstauben.
Denn anders als beim rheinisch geprägten Karneval, der ja Kampagnenstart am 11.11. hatte, beginnt die schwäbisch-alemannische Fasnet von alters her am Dreikönigstag.

Unser Zunftmeister Thomas Fischer schwor die Narrengemeinde auf eine tolle Kampagne ein. „Allen zur Freud, niemand zum Leid“ so sein Credo. Sichtlich erfreut begrüßte er die zahlreich erschienenen Hästräger sowie OB Walter Heiler als auch Abordnungen befreundeter Vereine. Ein besonderer Dank galt dabei den Fuddigl für die tolle musikalische Umrahmung.

Zum diesjährigen Jubiläumsjahr, 66 Jahre Narrenzunft Kirrlach, wurde eine neue Häs eingeführt. Die „Kerrlocher Schlapp der Narrenzunft“. Sie soll als wilder Kontrapunkt die bestehende Streifenhäs ergänzen und vor allem jüngere Hästräger ihren Übermut und Bewegungsdrang mit Fransen-Häs und Saubloder ausleben lassen. Interessierte können sich gerne hier über unsere Website oder via Facebook melden. Aber vorsicht! – Suchtgefahr!
Ein wirklich gelungenes Konzept, das von unserer Arbeitsgruppe Sandra und Rainer Wagner sowie Katrin und Johanna Maier erarbeitet wurde, wie er in seiner weiteren Rede dankend unterstrich.

Im Anschluss daran wurde nach altem Brauch die Schemen symbolisch abgestaubt und die Glocken der Häser, die sogenannten Rollen so lange unter lautem Getöse geschüttelt, bis sicher war, dass sich auch nicht das kleinste Staubkörnchen mehr darin befindet. Von nun an „goht’s dagege“!

Bei der anschließenden gemeinsamen Feier in unserer Schellenstube wurde sich ausgetauscht, gebabbelt iwwer sell un jenes und sich gemeinsam auf Kommendes eingestimmt. Auch konnten wir einen Neuzugang in unseren Reihen begrüßen: Herzlich willkommen Anja!

Kerrlocher Schelle – sei so gut!